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Vereinsbegleitung – neues Projekt zur Unterstützung von Vereinen im Rhein-Neckar-Kreis startet

In Baden-Württemberg gibt es 84.000 Vereine, Tendenz steigend. Insgesamt engagieren sich in Baden-Württemberg laut dem aktuellen Freiwilligensurvey (2016) 48,2 Prozent der Menschen freiwillig.

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg startet im Rahmen der „Woche des Bürgerschaftlichen Engagements“ das Projekt „Vereinsbegleitung“ zur Unterstützung von Vereinen bei der Vorstandsarbeit und Nachbesetzung von Vorstandsposten.

Dazu werden in den Modellregionen Bodenseekreis und Rhein-Neckar-Kreis freiwillig Engagierte zu sogenannten Vereinsbegleiter*innen ausgebildet und lokale Vereinsforen zum Austausch, gegenseitiger Unterstützung und Vernetzung geschaffen. Die FreiwilligenAgentur Heidelberg wird die Umsetzung des Projekts im Rhein-Neckar-Kreis in Kooperation mit dem Landratsamt übernehmen.

„Die Arbeit der Vereinsvorstände basiert meist auf freiwilligem, ehrenamtlichem Engagement“, erklärt Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Für diese Aufgabe Nachwuchs zu gewinnen, gleichzeitig die Qualität der Vereinsarbeit zu sichern und neue Mitglieder zu gewinnen, ist besondere für kleine Vereine eine große Herausforderung“, so Wolfgramm. „Die Vereine im Land sind mit ihrem großen Potential an ehrenamtlichem Engagement das Rückgrat der Zivilgesellschaft und wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Das Projekt „Vereinsbegleitung“ wird vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Engagiert in BWII“ gefördert und läuft bis Sommer 2021. Ausführliche Informationen zum Projekt unter https://www.paritaet-bw.de/vereinsbegleitung

Internationaler Tag des Ehrenamtes: FreiwilligenBörse startet Online-Befragung

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„Vorstände verzweifelt gesucht“ so oder ähnlich lauten immer häufiger Überschriften von Artikeln, die sich mit der Situation in deutschen Vereinen beschäftigt. Die Botschaft: zunehmende Schwierigkeiten bei der Besetzung ehrenamtlicher Leitungspositionen – von kurzfristigen Engpässen bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandes bis hin zu dauerhaften Besetzungsproblemen um z.B. für bestimmte Aufgabenfelder und Vorstandspositionen ausreichend qualifizierte Ehrenamtliche zu gewinnen. (siehe hierzu auch einen Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.12.2013)

Auch in Heidelberg sind Vereine die häufigste Organisationsform im Bereich des freiwilligen, ehrenamtlichen Engagements und auch sie sind immer häufiger mit diesen Problemen konfrontiert, wie Beate Ebeling von der FreiwilligenBörse Heidelberg weiß: „Wir erhalten immer mehr Anfragen zu diesen Themen und konnten durch unsere Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit auch schon das eine oder andere Vorstandsmitglied vermitteln.“

Jetzt wollen die FreiwilligenBörse des Paritätischen und die Stadt Heidelberg die Herausforderungen der Vereine systematisch angehen. „Der Gemeinderat hat uns den Auftrag gegeben, mit Blick auf den Demografischen Wandel verschiedene Maßnahmen zu entwickeln“ erläutern Ralf Baumgarth, Regionalgeschäftsführer des Paritätischen und Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg.

„Wir starten am 05.12. – dem Internationalen Tag des Ehrenamtes – für unsere Kooperationspartner und die Vereine in Heidelberg eine Online-Befragung. Welches Vorgehen nutzen Vereine bei der Besetzung ihrer Vorstandsposten? Mit welchen Argumenten überzeugen sie mögliche Kandidaten/-innen? Wie gestalten sie die anschließende Einarbeitungsphase, … .“

Die Antworten auf diese und ähnliche Fragen sollen dann im Frühjahr vorgestellt und diskutiert werden, um anschließend ein Konzept zu entwickeln, das Vereine darin unterstützt, ihre Zukunftsfähigkeit zu erhalten und die Chancen aus dem demografischen Wandel zu nutzen.

Die Befragung richtet sich an alle in Heidelberg tätigen Vereine und ist hier zu finden.