Ausbau des Freiwilligensektors als Konsequenz einer möglichen Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die maßgeblich mit dem Zivildienst befassten Verbände aufgefordert, aus ihrer Sicht die Auswirkungen möglicher Veränderungen der Wehrpflicht zu beschreiben und Empfehlungen für die Zukunft abzugeben.

Der PARITÄTISCHE, als einer dieser Verbände und zugleich Träger der FreiwilligenBörse, hat dazu eine Stellungnahme abgegeben.

Zur Abmilderung der Konsequenzen aus einer möglichen Abschaffung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes fordert er von der Bundesregierung u.a. den „… Ausbau der Beratungsinfrastruktur für bürgerschaftliches Engagement.

Der Freiwilligensurvey 2004 belegt, dass 36 % aller Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahren sich freiwillig engagieren. Er belegt ferner, dass enorme ungenutzte Engagementpotenzial. 32 % der noch nicht aktiven Bürgerinnen und Bürger wären grundsätzlich bereit sich zu engagieren.

Um dieses enorme Engagementpotenzial zu heben, indem Menschen insbesondere zum Engagement in sozialen Einrichtungen und Diensten motiviert werden, bedarf es einer Verbesserung der Information und Beratung über die Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.

Die Bundesregierung sollte im Rahmen eines Modellprogramms kurzfristig die Beratungsinfrastruktur für freiwilliges Engagement in Freiwilligenagenturen … fördern.“

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