Engagement-Tandems – Neues Pilotprojekt der FreiwilligenBörse

5. Dezember, 2008

Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamtes am 5. Dezember stellt die FreiwilligenBörse Heidelberg ein neues Pilotprojekt vor: die Engagement-Tandems zur Unterstützung des freiwilligen Engagements von Migrantinnen und Migranten.

Die Idee ist einfach: das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein wichtiges Element für eine gelingende Integrationsarbeit. Es trägt zur Identifikation mit dem Gemeinwesen bei und lässt oft neue, integrationsfördernde Kontakte und Vernetzungen entstehen. „Die spannende Frage ist jedoch,“ sagt Ralf Baumgarth, Geschäftsführer der FreiwilligenBörse, „wie es gelingen kann, dass Migrantinnen und Migranten möglichst niedrigschwellige Angebote zum Engagement finden?“

Hier setzt nun das neue Pilotprojekt der Engagement-Tandems an: erfahrene Freiwillige führen interessierte Freiwillige mit Migrationshintergrund in ihr eigenes Engagement bei einem Verein, in einer Einrichtung etc. ein. Sie stehen als persönliche Ansprechpartner/innen zur Verfügung, bauen Hemmschwellen ab und unterstützen den Weg ins Engagement.

„Interessierte Migranten/innen lernen so in einem begleiteten Rahmen die Anforderungen des jeweiligen Engagementfeldes kennen und erschließen sich den Zugang zu einer neuen freiwilligen Tätigkeit. Sie bekommen die Möglichkeit ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten einzusetzen, ihre Sprachkenntnisse anzuwenden und/oder weiterzuentwickeln und neue Kontakte zu knüpfen.“ erläutert Projektleiterin Ulli Leßmann weiter.

Erste Kooperationspartner für das Vorhaben hat die FreiwilligenBörse bereits bei verschiedenen gemeinnützigen Einrichtungen gefunden. Die potentiellen Freiwilligen mit Migrationshintergrund sollen zum Beispiel im Kreis der ehemaligen Teilnehmenden von Integrationskursen gewonnen werden.

„Unsere Hoffnung ist, dass dieses Projekt auf beiden Seiten des Tandems Lernprozesse anstößt und ein respektvolles und tolerantes Miteinander ermöglicht. Wenn sich zeigt, dass die Engagement-Tandems dazu ein guter Weg sind, wollen wir das Projekt in der Zukunft gerne ausweiten “ meint Baumgarth zu den Perspektiven .

Das Projekt Engagement-Tandems ist ein weiterer Beitrag der FreiwilligenBörse im Rahmen des Europäischen Jahres des interkulturellen Dialogs und wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Deutschen Bank finanziell unterstützt.

Weiter Informationen zu dem Projekt erhalten Sie bei der FreiwilligenBörse Heidelberg im Forum am Park, Poststraße 11, 69115 Heidelberg, Telefon: 06221-7262-172 oder -174, Mail: freiwilligenboerse@paritaet-hd.de


Projektwoche „Soziales Lernen“ für Auszubildende der Heidelberger Stadtverwaltung abgeschlossen

3. Dezember, 2008

Bereits zum fünften Mal hatte die FreiwilligenBörse für die Stadt Heidelberg vom 27. bis zum 31. Oktober die Projektwoche „Soziales Lernen“ durchgeführt, die ein fester Bestandteil der städtischen Ausbildung ist. Anlässlich des Projektabschlusses präsentierten die Auszubildenden im Neuen Sitzungssaal ihre Ergebnisse der Projektwoche „Soziales Lernen“. Das Stadtblatt berichtete in seiner Ausgabe vom 3. Dezember 2008 darüber:

Am Freitag, 28. November, präsentierten die 14 Auszubildenden aus allen Lehrjahren bei einer Abschlussveranstaltung die Ergebnisse der Woche. Die Stadt Heidelberg unterstützt das Projekt, das von der Freiwilligenbörse Heidelberg betreut wird, um jungen Menschen neben der fachlichen Qualifikation auch soziale und persönliche Kompetenzen zu vermitteln.

Die Auszubildenden waren vor den Präsentationen recht nervös – immerhin waren Bürgermeister Dr. Joachim Gerner, Roland Haag, Leiter des Personal- und Organisationsamtes der Stadt Heidelberg, und Ralph Baumgarth vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie einige ihrer Vorgesetzten und Eltern als Zuhörer anwesend. Doch Marco Beckenbach, Kevin Burgstrahler, Paula Can, Senay Genc, Felix Gisy, Ines Groél, Simon Henzel, Swen Kauzner, Steffen Nickel, Konstantin Olias, Melanie Reinhard, Nicole Sowarsch, Grazyna Szuminski und Selina Werner legten ihre Nervosität schnell ab und stellten auf interessante und unterhaltsame Weise die Ergebnisse ihrer Projektwoche vor.

Zu Beginn der Projektwoche hatten sich alle ein Lernziel wie „offener auf Menschen zugehen“ oder „geduldiger sein“ gesetzt, das auch von den meisten eingehalten werden konnte. Ihr Fazit fiel durchgehend positiv aus: Eine Auszubildende führte an, sie habe jetzt „mehr Verständnis für Menschen, denn jeder ist anders“. Andere haben gelernt, Vorurteile abzubauen und hilfsbereiter zu sein. Alle Teilnehmer wollen versuchen, die neuen Erfahrungen auch in ihren Alltag einfließen zu lassen.

Folgende Einrichtungen hatten sich an der Woche beteiligt: Altenheim Haus Philippus, Altenpflegeheim Mathilde-Vogt-Haus, Altenpflegeheim St. Michael, Diakonisches Werk Sozialpsychatrischer Dienst, Haus Bethanien-Lindenhof, Kinderkrippe Bullerbü – Generationsbrücke e. V., Ökumenische Krankenhaushilfe, Offene Hilfen der Lebenshilfe Heidelberg, Seniorenzentrum Pfaffengrund und SKM-Wohnungslosenhilfe. (iuk)